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Déjà-vu in Estaing (Fortsetzungsroman) 31

Franziska schaut an mir vorbei und hält mich damit auf Distanz. Dann gibt sie sich einen Ruck und wischt sich beherzt die Tränen ab. Magdalena will wissen, was sie so traurig mache. Franziska lässt sich lange Zeit, bevor sie tonlos sagt, dass sie es nur schwer ertragen könne, wenn wir von der Last der Vergangenheit sprechen. Und ihre Verletzungen könne sie leider nicht so einfach in Estaing zurücklassen. Dazu seien sie zu schmerzhaft. Sie begleiten sie nun schon ihr ganzes Leben. Schließlich kenne sie bis heute ihren Vater nicht. Die Mutter jedenfalls habe sich in ihren Kokon eingesponnen, spricht höchstens in dunklen Andeutungen über den Mann, der ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt habe. Franziska wisse lediglich, dass man ihrer Mutter Gewalt angetan habe. Ob diese Gewalt in irgendeiner Weise mit Daniel zu tun habe, darüber hülle sich die Mutter bis heute in Schweigen.

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Josch 20.08.2016, 19.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Déjà-vu in Estaing | Tags: Déjà-vu, Roman, Beziehung, Liebe, Vergewaltigung, Reflexion, Tochter, Künstler,

„... sind Sie kraft Gesetz rechtmäßig verbundene Eheleute.“

Vor Kurzem war ich nach langer Zeit wieder einmal zu einer Hochzeitsfeier eingeladen. Das Brautpaar hatte ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie die Feier abzulaufen hatte. Deswegen legte es auch auf einen sogenannten Dresscode großen Wert, auf den es mit der Einladung hinwies. Anfänglich spielte ich mit dem Gedanken, mich diesem Diktat nicht zu unterwerfen, fügte mich dann aber doch, weil mir bei meinen gedanklichen Mätzchen klar wurde, dass dies die Feier erheblich stören und ich damit die Aufmerksamkeit auf mich lenken würde, wo es doch um das Brautpaar ging, und eben nicht um mich.

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Josch 16.08.2016, 21.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachgedacht | Tags: Ehe, Treue, Liebe, Wahrhaftigkeit, Freunde, Feier, Hochzeit,

Déjà-vu in Estaing (Fortsetzungsroman) 30

Das Gespräch beim Essen plätschert belanglos vor sich hin, als wären wir uns fremd. Die Lasagne mit Zucchini und Kabeljau schmeckte großartig, und die Crème brûlée à la lavande war einfach umwerfend. Magdalena serviert zum Abschluss einen exzellenten Muscat de Frontignan, über den sie uns einen kleinen Vortrag hält. Ich kann mich nur schlecht konzentrieren. Mir gehen ständig Hagens Worte im Kopf herum. Immer wieder drängen sich seine letzten Worte in den Vordergrund. Magdalena scheint es zu merken, dass ich in Gedanken ganz woanders bin, geht aber souverän darüber hinweg. ...weiterlesen

Josch 08.08.2016, 17.24| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Déjà-vu in Estaing | Tags: Déjà-vu, Estaing, Roman, Gewalt, Bilder, Gemälde, Erotik, Erinnerung, Kunstauffassung,

„ ...und wie verzeiht man?“

Gespräche mit meinem damals sechsjährigen Sohn
Ich komme nach einem anstrengenden und unerquicklichen Arbeitstag nach Hause. Mein Sohn hat, wie mir später seine Mutter erzählt, schon ganz ungeduldig auf mich gewartet, da er mit einer Freundin aus dem Kindergarten in unserem Bücherzimmer mit Decken, Schachteln und Stühlen eine Höhle gebaut hat, die er mir dringend zeigen möchte. Er saust sofort in den Keller, als er die Tür zur Garage hört und will, dass ich sofort mitkomme. Da ich immer erst Jacke und Schuhe ausziehe, meine Tasche aufräume und mir die Hände wasche, dauert es ein wenig, bis ich mitkommen kann. Mein Sohn hopst herum und drängelt und fragt ständig, wann ich endlich fertig sei, was mich ziemlich nervt und meine angefressene Laune noch verstärkt.


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Josch 03.08.2016, 11.32| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gespräche mit meinem Sohn | Tags: Vater, Sohn, verzeihen, Konflikte, Erziehung, Kinderfragen, Ungerechtigkeit,

Donna Tartt: Der Distelfink (Hörbuch)

Der Roman beginnt in Amsterdam, wo Theodore Decker, der Protagonist des Romans, nach einer tödlichen Auseinandersetzung mit Drogendealern für einige Tage in einem Hotel festsitzt. Im Rückblick erzählt Theo dann, wie es dazu kam.
Im Alter von 13 Jahren verliert Theo bei einem Besuch im New Yorker Metropolitan Museum durch einen terroristischen Bombenanschlag seine Mutter. Selbst durch die Explosion verletzt, steht er dem sterbenden Welton Blackwell (genannt Welty) bei, dessen Nichte Pippa ihm vor dem Anschlag schon aufgefallen war. Theo steht dem sterbenden Welty bei, kann sich aus den verwüsteten Museumsräumen befreien und nimmt das Gemälde Der Distelfink des niederländischen Malers und Rembrandt-Schülers Carel Fabritius in einer Plastiktüte mit.
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Josch 29.06.2016, 16.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Schon gelesen? | Tags: Tarrt, Distelfink, Carel Fabritius, audible, Entwicklungsroman, Matthias Koeberlin, Hörbuch,

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