Einfach zum Nachdenken

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Marketing im Jahr 2019

Modernes Marketing

Marketing im Jahr 2019, das auf den konkreten Kunden abzielt, findet meines Erachtens nur noch im Internet statt. Da wird personalisiert, da wird der Kunde mit Namen angesprochen, da wird alles versucht, den Kunden für sich zu gewinnen. Aber hinter der persönlichen Anrede verbirgt sich kein Verkäufer, der sich meinen Namen gemerkt hat. Die Anrede generiert der Online-Shop, der entsprechend programmiert wurde. Das ist beim persönlichen Einkauf in einem x-beliebigen Geschäft ganz anders. Selbst wenn man seit Langem Stammkunde ist, weiß der Verkäufer bzw. die Verkäuferin meist den Namen des Kunden nicht. Als habe er bzw. sie den Kunden noch nie gesehen!

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Josch 12.09.2019, 13.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Alles Wissen ist Erinnerung

Zur Erinnerung an den August 1969

Sich an bestimmte Ereignisse erinnern … Schon der Gebrauch des Verbs „erinnern“ macht vielen Menschen Schwierigkeiten, in vielen Fällen wird „erinnern“ falsch gebraucht, ohne dass die Betreffenden es merken. So erinnern sie zum Beispiel „dieses oder jenes Ereignis“. Dass der Gebrauch des reflexiven Verbs „erinnern“ ohne Präposition nicht korrekt ist, zeigt das simple Beispiel „Ich erinnere Hans“ sehr gut, da der Satz doppeldeutig ist. Erinnere ich mich an Hans? Oder: Erinnere ich Hans an etwas? Bastian Sick hat bereits vor vielen Jahren in seinem ersten Buch der Reihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ belegt, dass dies amerikanisches Deutsch ist. Da kann man sagen: I can't remember that.“ Im Deutschen muss es dagegen heißen: „Ich kann mich nicht daran erinnern!“

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Josch 12.08.2019, 17.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gemeinsam Zeit erleben

"Wandern ist Gehen in der Landschaft“

Vor Kurzem war ich mit einem Freund dreieinhalb Tage beim Wandern. Er hat mir die Wandertage zu meinem Geburtstag geschenkt. Es war also sozusagen das Wertvollste, was wir haben, nämlich Zeit, die er mir schenkte. Wir wanderten bei größter Hitze durch unberührte Natur, durch einsam und still da liegende Dörfer, durch Wälder und an Waldrändern entlang von Ort zu Ort. Über den Feldern Staubwolken, begleitet von monoton brummenden Mähdreschern und Traktoren. Was wir brauchten, trugen wir auf dem Rücken in unseren Rucksäcken. Die Route unserer Wanderung orientierte sich an Werken Tilman Riemenschneiders. Unsere Wanderung war, wenn man so will, ein Kulturereignis. Wie Wandern ja auch Kultur ist, wenn man es richtig gestaltet.

Da wir aus verschiedenen Richtungen mit dem Zug anreisten, hatten wir Zeit, uns auf die Tage einzustimmen. Neben der Vorfreude stellten wir uns unabhängig voneinander die Frage, wie es wohl werden wird mit uns beiden? Werden wir die gemeinsame Zeit angemessen füllen?

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Josch 30.07.2019, 15.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Träume, die die Welt verändern

„I have a dream“

Träume haben Konjunktur. Also nicht die Träume, die jeder Nacht für Nacht hat und an die er sich meistens nach dem Aufwachen nicht mehr erinnern kann, weil er seine Träume nicht pflegt und ihnen nicht den Raum gibt, den sie eigentlich verdienten. Aber das wäre eine eigene Geschichte. Ich meine die ganz „normalen“ Träume von einer besseren, einer idealen Welt, einer Welt ohne Kriege, ohne Hunger, ohne Flüchtlingsströme und ohne drastische Klimaveränderungen. Diese Träume sind überlebensnotwendig.

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Josch 28.06.2019, 15.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Lebenszeit vernichten

„Meine Seele hat es eilig“

Ich bin vor Kurzem auf einen Text von Mario de Andrade (*1893/+1945), dem brasilianischen Dichter, Essayisten und Musikwissenschaftler, der zu den Gründern der brasilianischen Moderne gehörte, gestoßen. Überschrieben war der Text: „Meine Seele hat es eilig.“ Der kurze Text hat mich sehr berührt. Eigentlich wäre er es wert, ganz zitiert zu werden. Aber das würde den Rahmen meines Blogbeitrages sprengen. Deswegen möchte ich mich nur auf drei Kernsätze konzentrieren, die mich in besonderer Weise angesprochen haben.

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Josch 11.06.2019, 16.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das Fremde an dir

Dem andern zeigen, wie man ist

„Je öfter dass man was sieht, desto besser versteht man es! – Das ist nicht wahr! Wir zwei habn uns schon so oft gsehn und verstehn uns alle Tage weniger“, so Karl Valentin. Eine schmerzhafte Wahrheit, die der große Komiker wie häufig prägnant in Worte fasste. Je öfter man sich begegnet, desto besser lernt man einander kennen, vorausgesetzt,  man öffnet sich und lässt den anderen an seinem Leben teilhaben. Je mehr man vom anderen weiß, je mehr sich einem sein Denken erschließt, desto größer die Gefahr, dass seine Eigenheiten, Vorlieben, Schrullen, Ecken und Kanten nicht nur zum Vorschein kommen, sondern dass sie einem unangenehm sind, dass man sie einem zutiefst zuwider sind und man den anderen deswegen ablehnt. Sich ehrlich zu begegnen birgt also durchaus die Gefahr, dass man sich immer weniger versteht.

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Josch 27.05.2019, 15.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dieser Mensch hatte keine Feinde...

Ohne Gegenwind durchs Leben?

Ich habe seit geraumer Zeit eine etwas schrullige Angewohnheit, vielleicht ist sie auch nur altersbedingt: Ich lese – wie es meine Mutter schon tat – die Todesanzeigen in der Zeitung. Oder sollte ich besser sagen: Ich studiere sie? Und vor allem: Warum tue ich das? Genau genommen sind es zwei Gründe. Zum einen interessiert mich das Alter der Verstorbenen („O Gott, schon wieder mein Jahrgang“ oder: „Wahnsinn: So jung!“), und zum anderen sind es die Widmungen, mit denen die Hinterbliebenen den Verstorbenen charakterisieren. In besonderer Weise geht mir eine Anzeige an die Nieren, wenn es sich um den Tod eines Bekannten oder einer früheren Freundin handelt, den bzw. die ich schon seit längerer Zeit aus den Augen verloren habe.

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Josch 07.05.2019, 15.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bedeutsame Begegnungen

Was Worte bewirken

Neulich traf ich einen Bekannten, den ich schon seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich hätte ihn beinahe nicht wiedererkannt. Er ist eben älter geworden (wie überheblich: als wäre ich nicht älter geworden). Der Grund, warum ich ihn nicht sofort erkannte, war offenbar eine schwere Krankheit, die ihn wesentlich schneller altern ließ. Wir kamen ins Gespräch, und er erinnerte mich mit einem traurigen Lächeln an einen Vorfall, den ich völlig vergessen hatte. Er arbeitete vor vielen Jahren einmal in meiner Abteilung. Ich war sozusagen sein Vorgesetzter und hatte ihn auch eingestellt. Beim Vorstellungsgespräch habe ich ihn offenbar gefragt, wie er denn reagieren würde, wenn er sich ungerecht behandelt fühle. Es komme in einem Team oft vor, so hatte ich erläutert, dass sich jemand zurückgesetzt oder ungerecht behandelt fühlt. Ob eingebildet oder real mache da keinen Unterschied. Solche Situationen brächten ein Team oftmals an seine Grenzen bis hin zum Auseinanderbrechen.

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Josch 18.04.2019, 23.18 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Reisen ist auch Reisen zu sich selbst (A. Camus)

Du warst im Urlaub? Wie war's?

Was soll man auf eine solche Frage antworten? Etwa: Es war grauenhaft. All diese fremden Menschen, diese völlig andere Kultur, das Essen, die Sprache, das Land, das Klima, die Hygiene. Einfach alles furchtbar, ekelhaft. Oder soll man sagen: Großartig. Einfach großartig. Super. Und das war's dann. Die Antwort wird wohl davon abhängen, wo man im Urlaub war und ob der Mensch wirklich wissen will, wie es war, oder ob es sich eher um eine amerikanisch hingeworfene Floskel handelt, wie etwa How are you?

Ich war mit zwölf mir bis dahin fremden Menschen in Äthiopien. Es war also eine Gruppenreise. Eine Kulturreise, nicht am Strand oder Pool liegen, sondern straffes Programm mit mehrstündigen Busfahrten und einigen Inlandsflügen. Schlafen in Lodges und Hotels, nie länger als zwei Nächte an einem Ort. Geführt und kompetent geleitet von einem Reiseleiter.

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Josch 30.03.2019, 11.41 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Liebe ist ein Ring, ein Ring hat kein Ende

„Die Liebe ist eine Himmelsmacht“

heißt es in der Operette „Der Zigeunerbaron“. Einer Himmelsmacht ist man gewissermaßen ausgeliefert. Oft überfällt sie den Menschen aus heiterem Himmel, wie in der „Liebesgeschichte“ von Siegfried Lenz so wunderschön beschrieben, als Joseph Waldemar Gritzan, ein großer, schweigsamer Holzfäller, Katharina Knack sieht, die gerade die Wäsche an einem Bach spült. Er läuft zum Pastor, holt sich einen Taufschein und überlegt sich genau, wie er der heimlich Verehrten einen Heiratsantrag macht. Er sieht sie also wie sie singend die Wäsche walkt, geht auf sie zu und sagt: „Rutsch zur Seite.“ Dann setzt er sich neben sie, schweigt lange, sagt irgendetwas von Erdbeeren und Blaubeeren im Wald, schweigt wieder, langt dann in seine Tasche und holt etwas daraus hervor, hält es der Katharina hin und fragt: „Willst Lakritz?“ Dann reicht er ihr den Taufschein, und damit war es beschlossen. Sie würden heiraten. So einfach und geradlinig kann eine Liebeserklärung sein. Zumindest ist sie es in dieser wunderschönen masurischen Geschichte im Buch „So zärtlich war Suleyken“.

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Josch 14.01.2019, 15.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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