Einfach zum Nachdenken

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachgedacht

Warum kann der andere nicht so sein wie ich?

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben ...“

„... wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt“, heißt es in Wilhelm Tell von Friedrich Schiller. Und wahrscheinlich nickt jeder innerlich mit dem Kopf, wenn er den Spruch liest oder ihn sich aus gegebenem Anlass (wieder) vergegenwärtigt.

Diese furchtbaren Nachbarn! Dieser entsetzliche Nächste, dem ich freundlich und mit Respekt begegnen soll! Es werden kaum mehr Streitfälle vor Gericht verhandelt als jene von streitbaren Nachbarn. Ist man nicht selbst betroffen davon, klingen die Anlässe solcher Auseinandersetzungen vor Gericht oft lächerlich. Doch für die Betroffenen ist es meist keineswegs nur eine Lappalie, die sie dazu trieb, vor Gericht zu ziehen, um ihre Interessen durchzusetzen. Manchmal hat man allerdings den Eindruck, es sei typisch deutsch, den anderen nicht so sein lassen zu können, wie er ist...

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Josch 28.07.2017, 16.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL

„Schreib ihr einen Liebesbrief ... !“

Was anonyme Botschaften "anrichten" können

Vor Kurzem las ich auf einem Briefkasten: „Schreib ihr einen Liebesbrief. Dass sie in 40 Jahren Whatsapp-Nachrichten auf dem Dachboden findet, ist eher unwahrscheinlich.“ Im ersten Moment musste ich über die Empfehlung mit wasserfestem Stift in geschwungener, gut lesbarer Schrift auf die Oberseite des gelben Kastens geschrieben, schmunzeln. Doch dann ließ mich diese originelle Aufforderung (wahrscheinlich ein Werbegag der Post) einfach nicht mehr los. Ich überlegte: Wann bekam ich in den letzten Monaten einen persönlichen Brief? Also keine Rechnung, keine Werbesendung, kein offizielles Schreiben des Finanzamts oder der Stadtverwaltung? Einen richtigen, an mich persönlich adressierten, per Hand geschriebenen Brief eines mir nahestehenden, lieben Menschen? Das ist schon eine Ewigkeit her.

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Josch 20.05.2017, 21.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Berlin ist immer eine Reise wert

Etwa zweimal im Jahr fahre ich nach Berlin, um meinen Freund zu besuchen. Meistens bleibe ich zwei Nächte. An einem oder auch an zwei Abenden gehen wir ins Theater – diesmal Tape von Stephen Belber im Deutschen Theater –, und einen Tag verbringe ich immer allein in der Stadt. Auch da gibt es für mich einige Fixpunkte: ein zwei- bis dreistündiger Besuch des Jüdischen Museums, essen im Restaurant Hackescher Hof, verbunden mit einem kurzen Bummel über den Hackeschen Markt. Und zum Abschluss des Kulturprogramms besuche ich jeweils ein Museum, das mir mein Freund vorschlägt. Als bayerisches Landei bin ich immer ganz stolz, wenn ich mir alle U- und S-Bahnverbindungen selbst heraussuche und mit einem Stadtplan bewaffnet meine jeweiligen Zielobjekte auch tatsächlich finde. Naja, ich will's zugeben, manchmal bin ich ganz froh, dass ich auch ein Navi auf meinem iPhone habe. ...weiterlesen

Josch 21.04.2017, 15.49 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über die Liebe

Als ich vor Kurzem nach einer alten Video-Aufnahme suchte, fiel mir ein altes Tagebuch in die Hände, von dem ich gar nicht wusste, dass es noch existiert. Und statt weiter nach der Kassette zu suchen, blätterte ich in meinem Memorial und las mich prompt fest. Längst vergessene Ereignisse, Reiseberichte und Träume standen wieder ganz plastisch vor meinem inneren Auge. Es war vor allem eine Begegnung vor über zehn Jahren, die mich nicht mehr los ließ und über die ich lang nachdenken musste.

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Josch 25.03.2017, 19.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Warum ich kein Skifahrer bin und lieber ein Museum besuche

Wenn ich als Nichtskifahrer meine skifahrende Familie in ein reines Ski-Gebiet begleite, obwohl mich weder Langlauf noch Après-Ski reizen, muss ich mir bereits im Vorfeld Gedanken machen, was ich in den verschneiten Bergen eigentlich will. Und ich muss mich auf mitleidige Blicke der Skifahrer einstellen, wenn ich ohne Skiausrüstung und nicht in modische Skikleidung gewandet an einer Gondel-Talstation stehe, um das emsige Treiben der Skihasen und ihrer Testosteron gesteuerten männlichen Begleiter staunend zur Kenntnis zu nehmen. ...weiterlesen

Josch 04.03.2017, 21.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Und noch einmal: die 72 Jungfrauen

Vor einem Jahr habe ich eine Glosse auf diesem Blog mit dem Titel Die 72 Jungfrauen im Paradies veröffentlicht, und drei Monate später habe ich das Thema mit dem Artikel Immer diese Jungfrauen erneut glossiert. Mein BlogAdmin (vereinfacht: meine Blogverwaltung) hat auch eine wunderbare Statistikfunktion. Und dort kann ich sehen, welche Artikel am meisten angeklickt und gelesen werden. Es ist kaum zu glauben, aber der Artikel Die 72 Jungfrauen im Paradies wird nach wie vor am häufigsten gesucht, ob er gelesen wird, lässt sich allerdings nicht feststellen. Dabei wollte ich damals, als ich den Artikel geschrieben habe, das Thema nur ein wenig ironisieren.

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Josch 04.02.2017, 15.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

„Sieh diesen Tag, denn er ist Leben...“

Die Zeit zwischen den Jahren ist für mich die eigentlich stille Zeit des Jahres. Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Was hat das zu Ende gehende Jahr gebracht? War es ein gutes Jahr? Oder war es ein Jahr, hinter das man schnell einen Haken setzen sollte, gepflastert von Schicksalsschlägen, Niederlagen und Verlusten? Wer war für das Jahr, so wie es abgelaufen ist, verantwortlich? War ich es nicht selbst? War ich nicht der Gestalter meines Lebens und seiner Umstände?

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Josch 29.12.2016, 14.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Licht in der Finsternis


Mit welchen Worten würde wohl heute der Engel des Herrn die Geburt des Retters, des Heilands verkünden? Ob er auch heute sagen würde: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“? Und ferner: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis!“ Müsste der Engel nicht vielmehr sagen: „Ich bin tief betrübt, und der Herr im Himmel hat sein Antlitz von euch gewendet, denn überall, wohin er auch blickt, sieht er nur Mord und Totschlag, Hunger und Durst. Und ihr verhärtet euer Herz und habt nur noch Angst.“

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Josch 22.12.2016, 11.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

„Zeugnis von den Qualen ablegen“: Geschwister-Scholl-Preis 2016

Die Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises ist für mich seit vielen Jahren ein ganz besonderes Ereignis. Seit fast 30 Jahren darf ich nun schon an den Preisverleihungen teilnehmen, bei der bedeutende Werke von Belletristik über Essays, wissenschaftliche Untersuchungen bis hin zu Dokumentationen ausgezeichnet werden. Der Preis erinnert an den mutigen Widerstand von Hans und Sophie Scholl gegen die Schreckensherrschaft der Nazis. ...weiterlesen

Josch 22.11.2016, 21.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Beherrschung velieren?

Beherrschung, also sich in der Gewalt zu haben, ist etwas, das uns ein ganzes Leben beschäftigt, mit dem wir immer wieder zu kämpfen haben. Und immer wieder gibt es Situationen, in denen wir die Beherrschung verlieren. Es gibt nur wenige Tugenden, die einen so hohen Stellenwert haben. Wehe, wenn jemand die Beherrschung verliert! Denken wir nur an die Diskussionen, die unbeherrschtes Verhalten von Fußballtrainern am Rande des Spielfelds auslösen, wie zum Beispiel jüngst Roger Schmidt oder Jürgen Klopp oder auch Christian Streich.
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Josch 06.11.2016, 20.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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