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Neues Jahr: Zeit, die Perspektive zu ändern

Den Blick weiten – Chancen eröffnen

Der Zeit zwischen den Jahren, also zwischen Weihnachten und Neujahr, haftet für viele Menschen der westlichen Hemisphäre etwas Magisches an. Es ist eine Zeit der Ruhe, der Entspannung, der Gemeinsamkeit, der Familie, des Eintauchens in kindliche Fantasien, in alte Traditionen. Für viele ist diese Zeit allerdings auch belastend, in nicht wenigen Familien kommt es zu Streit und Auseinandersetzung, es drängen Bilder und Emotionen nach oben, die längst vergessen schienen. Und wieder andere Menschen nehmen sich Zeit zu reflektieren, Bilanz zu ziehen, das alte Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Was war belastend, erdrückend? Sie denken über Verstorbene nach, über Krankheiten, über finanzielle Sorgen, über Trennungen von Menschen, mit denen sie viele Jahre zusammen waren.



Erwartungen ans neue Jahr?

Manche Menschen nehmen sich Zeit zu meditieren, einige in einer Gruppe. Sie verstehen die einschneidenden, bedrückenden, verletzenden Erfahrungen, die sie im nun zu Ende gehenden Jahr machen mussten, als Chance und Anknüpfung, es im neuen Jahr besser zu machen. Ob es gelingen wird, ist in diesem Moment unerheblich. Schließlich kann ja niemand in die Zukunft schauen. Und wer schon viele solcher »Erwartungen« ans neue Jahr erlebt hat, weiß im Rückblick, dass das neue Jahr nicht völlig anders wird als das alte. Vieles bleibt, vieles wiederholt sich, manches verschlechtert sich sogar.

Aber es erscheinen oft auch ganz neue, nicht erwartete Wendungen. Eine neue Partnerschaft, ein neuer Freund, ein neue Freundin, ein überraschender Friede im befeindeten – oder familiären – Kriegsgebiet, ein überraschender Geldzuwachs, eine unerwartete, Kraft spendende Begegnung, ein Arbeits- oder Ortswechsel, ein Familienzuwachs oder auch eine neue Sicht der Dinge.

 

Der blinde Bartimäus

Mir fällt dazu das Gleichnis vom Blinden Bartimäus in der Bibel ein. Es steht im Neuen Testament bei Markus (10,46):

 »… Als er, seine Jünger und ziemlich viele Leute dabei, aus Jericho hinauszog, saß der Sohn des Timäus, Bartimäus, ein blinder Bettler, am Weg. Und als er hörte, es sei Jesus, der Nazarener, fing er an zu schreien und zu sagen: Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner! Viele herrschten ihn an, er solle schweigen. Doch schrie er noch viel lauter: Sohn Davids, erbarme dich meiner! Da blieb Jesus stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm: Getrau dich! Auf, er ruft dich! Da warf er sein Obergewand ab, sprang auf und kam zu Jesus. Und Jesus hob an und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde sagte zu ihm: Rabbuni, etwas erblicken möchte ich wieder. Und Jesus sprach zu ihm, Geh, dein Glaube hat dich gerettet. Und gleich konnte er wieder etwas erblicken. Und er folgte ihm auf dem Weg.«

 

Alternativen

Eine neue Perspektive, eine Alternative, ein neuer Weg, ein Ausweg vielleicht, eine Erkenntnis im Sinne von: da ging mir ein Licht auf. Das ist es, was ich mir und den Menschen wünsche, die in Schwierigkeiten, Not und vermeintlicher Ausweglosigkeit stecken. Etwas mit neuen Augen sehen, und sei die neue Einsicht noch so schmerzhaft, kann ja vielleicht wie eine Erleuchtung sein, eine Entdeckung: da geht mir auf, dass ich auf dem falschen Weg war, dass ich jemand ungerecht behandelt habe, dass ich jemand nicht gesehen oder falsch eingeschätzt habe, dass ich meine Meinung ändern und dies vor anderen auch eingestehen muss. Das ist es, was das Gleichnis, das Wunder vom Blinden Bartimäus sagt. Den Blickwinkel, die Einstellung, die Meinung, ein Verhalten ändern, das ist das eigentliche Wunder, das eigentliche Glück. Ein solches Wunder könnte die Welt verändern, könnte Frieden und Zufriedenheit im Kleinen wie im Großen bringen.

 

Den Blick weiten

Was sind deine verengten Blicke? Auf welchem Auge bist du blind? Was willst du nicht sehen? Was fällt dir besonders schwer zu ändern? Sich damit auseinanderzusetzen ist der erste Schritt hin zu einer friedvollen, ernsthaften wahrhaften Welt. Ich wünsche dir dazu Kraft, Ausdauer und Mut.

Bibelzitat: © Das Neue Testament. Übersetzt von Friedolin Stier. Aus dem Nachlass herausgegeben von Eleonore Beck, Gabriele Miller und Eugen Sitarz. Kösel-Verlag. München 1989.

Abbildung: © pexels-trevor-lawrence

Josch 31.12.2023, 21.23

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