Einfach zum Nachdenken

Einfach zum Nachdenken - DesignBlog

Einfach-zum-Nachdenken!


Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen.
© Paul Zulehner


Die Kostbarkeit jedes Augenblicks genießen

Wie man die Angst vor dem Tod überwindet

Bei der Suche nach einem Buch über den Stamm der Seneca-Indianer und ihre Langhäuser stieß ich auf Irvin D. Yaloms Buch „In die Sonne schauen“. Ich blätterte darin, las mich fest und war sofort wieder davon fasziniert, wie schon vor etlichen Jahren, als ich es zum ersten Mal las. Die zentrale Botschaft des Buches ist, dass der Grund aller Ängste die Angst vor dem Sterben sei und dass uns die Furcht vor dem Tod ein Leben lang begleite.

Yalom, einer der bedeutendsten Psychotherapeuten der Gegenwart, empfindet die Philosophen für seine Arbeit hilfreicher als psychoanalytische Fachliteratur. Vor allem Epikur hat es ihm angetan, der schon 300 vor Christus unsere allgegenwärtige Furcht vor dem Tod als die Grundwurzel allen Elends betrachtete. Siehe auch die wunderbare Erzählung „Der Tod des Iwan Iljitsch“ von Leo Tolstoi, in dem der Sterbende Protagonist sich in der allerletzten Phase seines Lebens sich seines Seins bewusst wird. Er entdeckt sein Mitgefühl für seine Familie, die ihn ertragen musste und die er quälte, und kann dadurch in der Freude des intensiven Mitgefühls in Ruhe sterben.

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Josch 10.07.2018, 16.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gehört und gelesen | Tags: Angst, Sterben, Yalom, Tolstoi, Seneca-Indianer, Epikur, Empathie, Seele, Gemeinschaft, Intellekt,

Traurige Zeiten

Zeit der gnadenlosen Jäger

In den letzten Wochen gab es in Deutschland offenbar nur zwei wichtige Themen: das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft und der Machtkampf in der Union. Gut, das Scheitern der Mannschaft in Russland lässt sich irgendwie nachvollziehen. Millionen Zuschauer haben den Untergang der glorreichen Weltmeister von 2014 aufgrund der vielen Nahaufnahmen, ich möchte fast sagen: hautnah miterlebt. Und Millionen Hobbybundestrainern wäre das nicht passiert.

Was sich aber in der CDU/CSU in den vergangenen Wochen abspielte, lässt den Zuschauer entgeistert zurück. Man sitzt vor dem Fernseher oder schlägt die Zeitung auf und bringt vor Fassungslosigkeit den Mund nicht mehr zu: Da schwingt sich ein grauhaariger Mann mit leicht gebeugtem Rücken auf und spielt den gnadenlosen Jäger, ganz ohne Gewehr, dafür mit einem Altersstarrsinn, wie er in dieser Intensität kaum zu überbieten ist.

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Josch 05.07.2018, 12.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachgedacht | Tags: CSU, Seehofer, Flüchtlinge, Asylanten, Fußballweltmeisterschaft, arm, reich, Empathie,

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