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Was einen Ratgeber vom Sachbuch unterscheidet

Sachbuch, Fachbuch, Ratgeber

Sachbuch, Fachbuch und Ratgeber haben im Gegensatz zum Roman oder Gedicht, also der schöngeistigen Literatur, reale Themen zum Inhalt. Dies heißt nicht, dass ein Roman – also die Belletristik – nicht auch Wirklichkeit abbildet oder interpretiert. Aber dies ist eben eine „erfundene Wirklichkeit“.

Während das Sachbuch ein bestimmtes Thema allgemeinverständlich aufbereitet und sich damit an ein relativ breites Zielpublikum wendet, ist das Fachbuch in der Regel ziemlich speziell. Fachbücher werden meist von Wissenschaftlern oder Spezialisten eines Fachgebiets geschrieben.



Das Fachbuch wendet sich damit an Menschen, die sich beruflich mit dem jeweiligen Thema beschäftigen oder in diesem Bereich wissenschaftlich forschen. Das Fachbuch ist gewissermaßen von Profis für Profis geschrieben. Vom Fachbuch unterschieden wird das Lehrbuch, das Schulbuch, das Nachschlagewerk, die Enzyklopädie u. ä.

Im Sachbuch hingegen wird ein Thema allgemeinverständlich dargestellt, es wendet sich gewissermaßen an Laien. Damit wendet sich das Sachbuch auch an ein relativ breites Zielpublikum. Das Sachbuch wird vielfach von Fachjournalisten verfasst, die mit  einem profunden Kenner der Materie, also dem eigentlichen „Profi“, zusammenarbeiten, der dem Fachjournalisten Input gibt und Wissen vermittelt, ihn inhaltlich berät und gegebenenfalls korrigiert. Oft steht der Fachmann als Autor auf dem Buch, obwohl der Text von einem Journalisten (bzw. Ghostwriter) verfasst wurde.

 

Was ein Fachbuch auszeichnet

Das Fachbuch dient im Grunde der fachlichen Ausbildung, aber auch der Fortbildung in einem bestimmten Fach, einer speziellen Disziplin. Dabei sollte die Darstellung möglichst vorurteilsfrei, sachlich und objektiv sein. Ein Fachbuch sollte frei von Ideologien, weltanschaulichen Positionen und persönlichen Gefühlen sein. Dabei muss die Darstellung bzw. die Sprache nicht trocken oder unverständlich sein. Bedauerlicherweise leidet aber so manches Fachbuch unter den letztgenannten Mängeln. Ein wissenschaftlich fundiertes Werk sollte sich eben gerade nicht durch Unverständlichkeit auszeichnen.

 

Was ist bei der Abfassung eines Fachbuchs zu beachten

Nun lassen sich oft komplizierte Inhalte nicht derartig versimplifizieren, dass sie jeder versteht. Ein spezielles Wissensgebiet anschaulich und sprachlich verständlich dargestellt, ist leider oft die Ausnahme. Dabei hätte so mancher Spezialist mit einer anschaulichen und verständlichen Darstellung seines komplizierten Themas die Chance, auch Menschen für sein Thema zu begeistern und sie für sein Fach einzunehmen, die sich normalerweise nicht dafür interessieren. Wer also daran denkt, ein Fachbuch zu schreiben, sollte versuchen, sich in einen Menschen zu versetzen, der von seinem Spezialgebiet noch nie etwas gehört hat und der ganz unbedarft und vorurteilsfrei an den Text herangeht.

 

Ratgeber-Literatur

Ratgeber wenden sich an ein breites Zielpublikum. Da der Begriff Ratgeber inhaltlich ein sehr weites Feld darstellt, grenzt man die Ratgeberliteratur thematisch ein, zum Beispiel in Medizin-Ratgeber, Kochbücher, Natur, Lebenshilfe, Freizeit, Geld und Finanzen, Psychologie, Esoterik u.v.m.

Im Buchmarkt ertönt in steter Regelmäßigkeit der Abgesang auf die Ratgeber-Literatur, die sich aber erstaunlicherweise seit jeher allen Unkenrufen zum Trotz gegenüber der Unterhaltungsliteratur behauptet. Eigentlich verständlich, denn nahezu jeder Mensch braucht immer wieder einmal Rat und Hilfe, wenn es ums Kochen, ums Verreisen oder um die Gesundheit geht und wenn diese Themen im Internet nicht zufriedenstellend behandelt werden. 

 

Vorarbeiten

An erster Stelle steht die Wahl des Themas. Dann folgt die Recherche im Internet und in der Fachliteratur, nicht nur, um sich einen Überblick zu verschaffen, was zum Thema bereits publiziert wurde, sondern um sich über den gegenwärtigen Wissensstand zu informieren. Auf diesem Hintergrund wird man das eigene Thema entweder eingrenzen oder neu positionieren.

Es folgen die erweiterte Stoffsammlung und die Beschäftigung mit dem Thema in Fachbüchern und Enzyklopädien, in wissenschaftlichen Zeitschriften, vor allem aber in Wissenschaftsforen im Internet.

Nun können die Gliederung formuliert und ein grober Zeit- und Arbeitsplan erstellt werden. Nach der großen Stoffsammlung folgen die Ordnung der Inhalte nach den erarbeiteten Gliederungspunkten des Buches und die Auswertung der eigenen Beobachtungen, Erhebungen, Erkenntnisse und Ergebnisse sowie die grob formulierten Schlussfolgerungen.

Nun endlich kann die erste Niederschrift erfolgen. Danach sollte man den Text stilistisch überarbeiten und eventuell notwendige Ergänzungen einbringen.

Viele Autoren formulieren nun erst das Inhaltverzeichnis aus, schreiben das Vorwort, das Literatur- und Quellenverzeichnis und stellen den Materialanhang zusammen.

 

Korrekturphase und Abschluss des Manuskripts

Nun ist der größte Teil der Arbeit getan. Der Text sollte dann auf Orthografie, Grammatik, Syntax und Interpunktion Korrektur gelesen und verbessert werden. In einem letzten Durchgang überprüft man noch einmal die Zitate und Quellenangaben. Und dann kann der Text an einen Verlag, eine Agentur oder an einen eBook-Vermarkter geschickt werden.

 

Josch 19.02.2018, 16.50

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