Tag: Zweig

Stefan Zweig: »Konzentration ist das ewige Geheimnis aller großen Kunst«
Wenn es ums Lesen geht, bin ich etwas kompliziert und daher auch nicht leicht zufriedenzustellen. Ich kann nicht einfach irgendeinen Roman lesen. Literatur muss mich herausfordern, muss mich mitnehmen, mich beschäftigen, muss eine Botschaft, etwas Bleibendes haben. Rein zur Unterhaltung kann ich zwar auch lesen, aber das ist dann nicht wesentlich anders als meinetwegen eine Folge Traumschiff anzusehen und dabei vor lauter Gähnen den Inhalt gar nicht mehr mitzubekommen. Was nun auch nicht schlimm wäre.
Mein Anspruch an Literatur hängt mit meinem Beruf als Lektor und Redakteur zusammen, der durch mein Studium der Neueren Deutschen Literatur grundgelegt wurde. Leider schon vor sehr langer Zeit. Wenn das berufliche und private Leben buchstäblich von Büchern "rings umstellt" (Goethe) ist, dann determiniert dies logischerweise auch die Perspektive, den sogenannten Point-of-View auf Literatur. Und weil ich gern anderen Menschen vorlese, bin ich im Mai 2024 mit meinem Podcast "LeseLust" an den Start gegangen, in dem ich Autorinnen und Autoren und jeweils ein oder zwei ihrer Bücher vorstelle und auch daraus vorlese – um Lust aufs Lesen zu machen.
...weiterlesenJosch 14.07.2025, 15.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Warum bist du hier?
Vor Kurzem hatte der dtv-Verlag zu einem Empfang ins „Café am Rande der Welt“ mit John Strelecky geladen. Dem Autor ist mit seinem Buch, das in Deutschland unter dem Titel „Das Café am Rande der Welt“ erschienen ist und dessen Originaltitel „The Why Are You Here Café“ lautet, ein Weltbestseller gelungen. Strelecky stellt darin auf unterhaltsame Weise existenziell-brisante Fragen: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? und Führst du ein erfülltes Leben? Eingebettet sind diese Fragen in eine interessante und unterhaltsame Geschichte: Der Erzähler gerät auf der Autobahn in einen Stau. Nichts geht mehr vorwärts. Wie im „realen“ Leben des Protagonisten. Da entschließt er sich zu wenden und von der Autobahn abzufahren. Dabei verfährt er sich hoffnungslos, das Benzin geht zur Neige, keine Ortschaft weit und breit, und es wird Nacht.
...weiterlesenJosch 25.06.2018, 18.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kapitel 1
Bereits seit 7:00
Uhr am Morgen sitze ich im Büro. Und das nun schon seit Wochen. Eigentlich
bräuchten wir dringend Verstärkung. Aber ich kann mich einfach nicht dazu
entschließen, noch jemand einzustellen. Es gibt zu viele Unbekannte, zu viele
Unwägbarkeiten. Lustlos sitze ich in meinem schicken, abgedunkelten Büro und
starre auf den Bildschirm. Um mich herum herrscht Stille. Marcel und Luisa
kommen meistens erst gegen 9:00 Uhr. Es ist zum Verzweifeln: Dieses herrliche
Wetter, und ich habe einfach keine Zeit, den Sommer zu genießen.
Josch 06.01.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL