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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Mann

Die Wunderkammer der deutschen Sprache

Schwelgen in den Schönheiten und Merkwürdigkeiten der deutschen Sprache

Durch einen glücklichen Umstand bin ich auf dieses wunderbare Buch aufmerksam geworden. Wer auf der Suche nach Lesestoff ist, bedient sich häufig der unterschiedlichen Bestsellerlisten, die die jeweiligen Bücher nach Absatz absteigend und streng nach Genres und Konfektionsart (Taschenbuch, gebundene Ausgabe, Broschur etc.) getrennt auflisten.

Besondere Bedeutung für Buchempfehlungen kommt natürlich den diversen Feuilleton-Seiten der großen Tageszeitungen zu. Und heutzutage haben vor allem die diversen Fernseh-Talkrunden großen Einfluss auf den Erfolg eines Buches. Talkrunden haben für den Zuschauer den großen Vorteil, dass er sich über den Autor ein Bild machen und damit subjektiv einschätzen kann, ob das Buch interessant ist oder nicht. Ob allerdings die Herausgeber des Buches „Die Wunderkammer der deutschen Sprache“ es wegen des Buches in eine solche Talkrunde schaffen, möchte ich bezweifeln.

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Josch 14.01.2020, 17.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Déjà-vu in Estaing. Fortsetzungsroman 11

Kapitel 11

An den Wänden in der Galerie hängt eine Serie gerahmter, mit Kohle grob hingeworfener Skizzen nebeneinander, die auf mich wie die überdimensionierten Figuren eines Zeichentrickfilms wirken. Hagen Wandel bezeichnete die Blätter mit krakelig kleiner Schrift „Colombina Leidensfrau 1, 2, 3“ und so fort, jeweils kaum zu sehen in der rechten unteren Ecke der Bilder. Am Ende des großzügigen Laufgangs hängt das gut einen Meter hohe Ölbild der Colombina, jener Figur aus der Commedia dell'Arte.

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Josch 19.01.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Déjà-vu in Estaing. Fortsetzungsroman 9

Kapitel 9

Ich bin verblüfft. Magdalena sieht mir lächelnd ins Gesicht, ohne auf meine Frage einzugehen, dann dreht sie sich um und führt mich ins Haus.

„Das ist ja eine Überraschung. Kann ich dir etwas zu trinken anbieten?“, fragt sie, mit deutlicher Lust am Flirt, und bleibt vor mir stehen.

„Einen Schluck Wasser vielleicht … das wäre wunderbar.“

„Keinen Whiskey Sour oder vielleicht ein Glas Rotwein?“, fragt sie mit unverkennbarer Ironie.

„Das weißt du noch? Um diese Tageszeit lieber nur Wasser.“

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Josch 15.01.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Déjà-vu in Estaing. Fortsetzungsroman 6

Kapitel 6

Heftiges Türenknallen holt mich zurück in die Realität meiner Familie. Katharina liegt im Clinch mit unserer Tochter und hat gar nicht mitbekommen, dass ich schon zu Hause bin. Ich stehe mit einem Glas Primitivo in der Hand in meinem Zimmer und glotze auf die Straße hinunter. Wie ungern ich doch mittlerweile in dieser Wohnung bin, da hilft weder der exzellente Schnitt noch die 1-a-Lage. Es liegt an diesen ständigen Auseinandersetzungen, die ich nicht mehr ertragen kann. Unentschlossen drehe ich mich um, stelle das Glas auf das Sideboard und überlege, ob ich mich in den Streit einmischen soll, als Katharina, ohne anzuklopfen, ins Zimmer stürmt und mich auffordert, endlich mit meiner Tochter zu reden.

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Josch 11.01.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Déjà-vu in Estaing. Fortsetzungsroman 5

Kapitel 5

Lilli ist schon vor mir aufgestanden und mit dem Frühstück bereits fertig, als ich aus dem Schlafzimmer komme. Ich musste sie gar nicht wecken. Wir sehen uns an und bleiben dennoch stumm. Ich kann sie nicht einmal fragen, wie es ihr geht, weil ich mich scheue, aus der Reserve zu gehen. Sie sagt, dass sie früher aus dem Haus müsse, weil sie sich vor dem Unterricht mit Simon treffen wolle. Simon zählt seit ihrer Kindergartenzeit zu ihren engsten Freunden. Voller Wehmut denke ich an die Zeit zurück, als sie sich beim Frühstück auf meinen Schoß gezwängt, von meinem Teller gegessen und mit ihren kleinen Händen meine Nase umfasst hat. Nun sind ihr Freunde wichtiger als die Eltern. Rein rational ist mir das klar, aber emotional geht mir ihre Nähe ab.

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Josch 10.01.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das eigene Schreiben reflektieren?

Wenn ich mich mit großen Literaten beschäftige, solchen, die seit Langem einen festen Platz in der deutschen Literaturgeschichte haben, stelle ich immer wieder erstaunt fest, wie intensiv sie oft den Prozess ihres Schreibens reflektiert haben. Sie schufen Figuren, denen sie fiktional „Leben einhauchten“, die bestimmte Funktionen in ihrem jeweiligen Werk (Roman) haben, eine Art Eigendynamik zu entwickeln scheinen, dann aber abberufen werden, sozusagen „sterben“ müssen, wenn sie ihre Funktion im Text erfüllt haben.

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Josch 01.05.2016, 20.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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