Einfach zum Nachdenken

Einfach zum Nachdenken - DesignBlog

Einfach-zum-Nachdenken!


Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.

Karl Heinrich Waggerl (1897-1973)

Abbildung: © fotolia, Visions-AD

Bedeutsame Begegnungen

Was Worte bewirken

Neulich traf ich einen Bekannten, den ich schon seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich hätte ihn beinahe nicht wiedererkannt. Er ist eben älter geworden (wie überheblich: als wäre ich nicht älter geworden). Der Grund, warum ich ihn nicht sofort erkannte, war offenbar eine schwere Krankheit, die ihn wesentlich schneller altern ließ. Wir kamen ins Gespräch, und er erinnerte mich mit einem traurigen Lächeln an einen Vorfall, den ich völlig vergessen hatte. Er arbeitete vor vielen Jahren einmal in meiner Abteilung. Ich war sozusagen sein Vorgesetzter und hatte ihn auch eingestellt. Beim Vorstellungsgespräch habe ich ihn offenbar gefragt, wie er denn reagieren würde, wenn er sich ungerecht behandelt fühle. Es komme in einem Team oft vor, so hatte ich erläutert, dass sich jemand zurückgesetzt oder ungerecht behandelt fühlt. Ob eingebildet oder real mache da keinen Unterschied. Solche Situationen brächten ein Team oftmals an seine Grenzen bis hin zum Auseinanderbrechen.

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Josch 18.04.2019, 23.18| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachgedacht | Tags: Gespräch, Worte, Vorstellungsgespräch, Erinnerung, Arbeitsklima, Team, Konflikte,

Reisen ist auch Reisen zu sich selbst (A. Camus)

Du warst im Urlaub? Wie war's?

Was soll man auf eine solche Frage antworten? Etwa: Es war grauenhaft. All diese fremden Menschen, diese völlig andere Kultur, das Essen, die Sprache, das Land, das Klima, die Hygiene. Einfach alles furchtbar, ekelhaft. Oder soll man sagen: Großartig. Einfach großartig. Super. Und das war's dann. Die Antwort wird wohl davon abhängen, wo man im Urlaub war und ob der Mensch wirklich wissen will, wie es war, oder ob es sich eher um eine amerikanisch hingeworfene Floskel handelt, wie etwa How are you?

Ich war mit zwölf mir bis dahin fremden Menschen in Äthiopien. Es war also eine Gruppenreise. Eine Kulturreise, nicht am Strand oder Pool liegen, sondern straffes Programm mit mehrstündigen Busfahrten und einigen Inlandsflügen. Schlafen in Lodges und Hotels, nie länger als zwei Nächte an einem Ort. Geführt und kompetent geleitet von einem Reiseleiter.

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Josch 30.03.2019, 11.41| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachgedacht | Tags: Äthiopien, Axum, Lalibela, Harar, Reisen, Urlaub, Gruppe, Armut, Freiheit,

Die Zukunft war früher auch besser

Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist

Vor knapp einem Jahr fragte mich der Verleger des Marixverlags in Wiesbaden, ob ich Lust und Zeit hätte, zwei Bücher über Karl Valentin herauszugeben. Und da ich seit jeher Karl Valentin und sein Oevre höchst faszinierend finde, musste ich nicht lange überlegen und sagte zu. Der Auftrag umfasste die Auswahl der Texte, die Einleitung und die „Übersetzung“ bzw. Kommentierung jener Stücke, Szenen und Monologe, die in valentineskem Bairisch verfasst sind. Vor Kurzem nun sind die beiden Bücher erschienen.


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Josch 08.03.2019, 12.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gehört und gelesen | Tags: Karl Valentin, Tucholsky, Bertolt Brecht, Fremde, Polt, Helge Schneider, Schweiggert, Marixverlag, Ausländer,

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